Wer als Autor ein Buch im Self-Publishing veröffentlichen möchte, muss sich nicht nur um den Inhalt kümmern. Denn auch die Formatierung spielt eine wichtige Rolle. Das Buch soll professionell aussehen, angenehm zu lesen sein und sowohl als E-Book als auch als gedruckte Ausgabe überzeugen.
Nachdem ich meinen ersten Roman zur Veröffentlichung bei Amazon KDP einreichen wollte, habe ich gemerkt, dass das gar nicht so leicht ist und bei diesem Prozess vieles zu beachten ist.
Daher habe ich nach einem Tool gesucht, das mir diese wichtige Arbeit abnehmen kann. Nach intensiver Recherche habe ich mich dann für Atticus* entschieden.
Mit dieser Software für Autoren habe ich inzwischen zwei Romane, vier Sachbücher und zwei Kurzgeschichtensammlungen veröffentlicht. Ich habe also bereits einige Erfahrungen gesammelt und weiß, was mir an dem Programm gefällt und wo ich mir Verbesserungen wünschen würde.
In diesem Artikel erfährst du, welche Erfahrungen ich mit Atticus gemacht habe, wie ich damit arbeite, welche Vorteile ich sehe und welche Nachteile mir aufgefallen sind. Außerdem erfährst du, für wen sich die Software meiner Meinung nach eignet und ob ich sie wieder kaufen würde.
Mein erster Eindruck vorweg: Ich bin mit Atticus tatsächlich sehr zufrieden und würde die Software auf jeden Fall wieder kaufen. Besonders gut gefällt mir, dass ich ohne großen Aufwand professionell formatierte Dateien für Printbücher und E-Books erstellen kann.
Atticus
Von Autoren für Autoren. Entdecke die innovative All-in-One-Software zum Schreiben und Formatieren von professionellen Büchern.
Was ist Atticus?
Atticus ist eine spezialisierte All-in-One-Software für Autoren zum Schreiben und Formatieren von Büchern.
Das Programm richtet sich insbesondere an Self-Publisher, die ihre Bücher selbst erstellen und veröffentlichen möchten.
Die Software kombiniert einen Texteditor mit Funktionen zur Buchgestaltung. Du kannst ein neues Manuskript direkt in Atticus schreiben oder einen bereits vorhandenen Text importieren und anschließend formatieren.
Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
- Manuskripte schreiben und Kapitel organisieren
- Vorhandene Texte importieren
- Schriftarten, Schriftgrößen und andere Gestaltungselemente anpassen
- Vorlagen für das Buchlayout verwenden
- Das fertige Buch in einer Vorschau kontrollieren
- E-Books im EPUB-Format erstellen
- Druckfertige PDF-Dateien für Printbücher exportieren
- Manuskripte zur weiteren Bearbeitung als Word-Datei exportieren
Atticus läuft auf Windows, Mac, Linux und Chromebook, und Du kannst es im Browser nutzen oder als Browser-App auf Deinem Rechner. Es handelt sich dabei also nicht um eine Software, die klassisch auf deinem Rechner installiert werden muss.
| Merkmal | Atticus |
|---|---|
| Zugriff | Browser oder Browser-App (PWA), auf jedem gängigen System |
| Preis | 147 US-Dollar einmalig |
| Funktionen | Import, Schreiben, Formatieren, Vorschau, Zusammenarbeit, Export |
| Export | EPUB, PDF und DOCX |
| Import | DOCX |
Preis: Einmal zahlen, dauerhaft nutzen
Ein wichtiger Punkt ist das Preismodell: Der Hersteller bietet Atticus als Einmalkauf an und wirbt mit zukünftigen Updates ohne zusätzliche Kosten. Es handelt sich also nicht um ein Abomodell oder Ähnliches.
Das Motto lautet: Einmal bezahlen, dauerhaft benutzen.
Atticus Preis
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels kostet Atticus 147 US-Dollar.
Für diesen Preis kannst du Atticus unbeschränkt nutzen und so viele Bücher unter so vielen Pseudonymen, wie du möchtest, damit erstellen.
Wenn du dir selbst ein Bild machen möchtest, findest du weitere Informationen auf der offiziellen Website von Atticus*.
Wie ich auf Atticus aufmerksam geworden bin
Als ich dabei war, meinen ersten Roman zu schreiben, war die Welt der Buchautoren für mich komplett neu. Ich hatte keinerlei Vorkenntnisse.
Daher habe ich zunächst ausführlich recherchiert, wie der ganze Prozess der Buchveröffentlichung als Self-Publisher abläuft und worauf dabei zu achten ist.

Auf Atticus bin ich dann in einer Facebook-Gruppe für Autoren aufmerksam geworden, als ich ein Tool zur Formatierung meines Buches unter Windows suchte. Das erwähne ich deshalb, da das Standardtool zur Formatierung lange Vellum hieß.
Das Problem: Vellum gibt es nur für den Mac, und laut der eigenen Webseite plant der Hersteller keine PC‑Version. Damit konnte ich als Windows-User also nichts anfangen.
Das Konzept von Atticus fand ich auf Anhieb interessant, weil ich eine unkomplizierte Möglichkeit suchte, meine eigenen Bücher professionell zu gestalten. Und da mein erster Roman ohnehin der Auftakt einer Serie sein sollte, ich also vorhatte, noch weitere Bücher zu veröffentlichen, habe ich nicht lange gezögert und mich nach einiger Recherche für Atticus entschieden.
Heute gehört Atticus fest zu meinem Veröffentlichungsprozess. Ich kenne das Tool mittlerweile in und auswendig und es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass ich mir um die Formatierung meiner Bücher keine Sorgen mehr machen muss.
Wie ich Atticus für meine Bücher verwende
Es gibt verschiedene Wege, Atticus zu benutzen. Hier muss jeder seinen eigenen Weg finden. Ich verwende Atticus meist so:
Obwohl ich es könnte, schreibe ich meine Romane meist nicht direkt in Atticus. Mein Ausgangspunkt ist bei Romanen immer ein Google-Docs-Dokument. Wenn ich mit meinem Manuskript soweit fertig bin, exportiere ich aus Google Docs ein Word Dokument und importiere es dann in Atticus, um es dort weiterzubearbeiten und für die Veröffentlichung zu formatieren.

Mein Arbeitsablauf sieht also folgendermaßen aus:
- Ich schreibe das Manuskript in Google Docs.
- Ich exportiere den Text als Word-Datei.
- Ich importiere die Word-Datei in Atticus.
- Ich kontrolliere die Kapitelaufteilung und korrigiere gegebenenfalls Unstimmigkeiten.
- Ich nehme bei Bedarf weitere Änderungen am Text vor oder ergänze weitere Kapitel.
- Ich gestalte das Buch mit den Formatierungsfunktionen von Atticus.
- Ich kontrolliere das Ergebnis und exportiere die fertigen Dateien.
Für mich funktioniert dieser Ablauf gut. Ich kann in der gewohnten Schreibumgebung arbeiten und muss nicht den gesamten Schreibprozess in eine neue Software verlagern.
Nach dem Import ist meine Arbeit aber noch nicht abgeschlossen. In der Regel nehme ich in Atticus dann auch noch Änderungen an meinem Manuskript vor oder ergänze noch Kapitel. Denn auch das Schreiben funktioniert in Atticus ausgezeichnet.
Ich verwende Atticus deshalb nicht ausschließlich als Werkzeug, das aus einem fertigen Manuskript eine formatierte Datei macht. Es ist auch möglich, den Inhalt während der Formatierung weiter zu bearbeiten.
Bei Sachbüchern gehe ich jedoch etwas anders vor und schreibe diese meist direkt in Atticus, weil ich dort dann gleich die nötigen Textformatierungen vornehmen kann.
Welche Bücher ich mit Atticus erstellt habe
Wie bereits erwähnt, beruhen meine Erfahrungen mit Atticus nicht nur auf einem einzelnen Buchprojekt. Ich habe damit bereits acht Bücher aus unterschiedlichen Bereichen erstellt.
Dazu gehören:
- Zwei Romane
- Vier Sachbücher
- Zwei Kurzgeschichtensammlungen
Diese unterschiedlichen Buchtypen sind für meine Bewertung deshalb wichtig, weil sie verschiedene Anforderungen an die Gestaltung stellen.

Bei Romanen und Kurzgeschichtensammlungen steht in der Regel der fortlaufende Text im Vordergrund. Die Gestaltung soll den Lesefluss unterstützen, die Kapitel übersichtlich voneinander abgrenzen und insgesamt professionell wirken.
Bei Ratgebern und Sachbüchern können zusätzliche Anforderungen entstehen. Je nach Thema sind Grafiken, Tabellen, Aufzählungen, Infoboxen, Rahmen, Linien oder besondere Seitenelemente sinnvoll, um Informationen übersichtlich darzustellen.
Mit Atticus habe ich also Erfahrungen sowohl mit eher textorientierten Büchern als auch mit Sachbüchern gesammelt.
Dabei ist mir aufgefallen, dass mir die vorhandenen Gestaltungsmöglichkeiten für meine bisherigen Projekte grundsätzlich ausreichen, ich mir für bestimmte Sachbücher aber noch mehr Flexibilität wünschen würde.
Wer aufwendig gestaltete Ratgeber mit vielen verschiedenen Elementen veröffentlichen möchte, findet die Möglichkeiten von Atticus eventuell etwas zu rudimentär.
Meine Erfahrungen mit Atticus bei der Buchformatierung
Die Buchformatierung ist für mich der wichtigste Einsatzbereich von Atticus.
Ich möchte nicht stundenlang an einzelnen Seiten arbeiten müssen, sondern mein Manuskript mit überschaubarem Aufwand in ein professionell gestaltetes Buch verwandeln, ohne mich ausführlich mit komplexer Layoutsoftware beschäftigen zu müssen.

Genau hier überzeugt mich die Software.
Professionelle Buchlayouts mit Themes und Masterpages
Was mir an Atticus besonders gefällt, ist die Möglichkeit, mit vorhandenen Vorlagen (Themes) und den verfügbaren Gestaltungseinstellungen relativ unkompliziert ein ansprechendes Buchlayout zu erstellen.
Ich muss nicht jede Seite einzeln gestalten. Stattdessen kann ich grundlegende Einstellungen für das Buch festlegen und das Layout auf den Text anwenden.
Themes
Dazu kann ich in Atticus bereits eines von insgesamt 17 Themes auswählen. Ein Theme ist quasi eine Sammlung von perfekt aufeinander abgestimmten Einstellungen folgender Elemente:
- Kapitelüberschriften
- Zwischenüberschriften
- Paragrafen
- Szenenwechsel
- Fußnoten
- Drucklayout
- Typografie
- Kopfzeilen und Fußzeilen
- Buchformate (Breite und Höhe der Seiten)
Sehr praktisch ist, dass ich jedes dieser Themes als Grundlage nehmen kann, eigene Änderungen vornehmen und es dann als mein individuelles Theme abspeichern kann.

Für meinen ersten Roman habe ich mir somit ein eigenes Theme erstellt, das mir gut gefällt, und es gespeichert. Für den zweiten Teil konnte ich dann einfach das zuvor erstellte Theme auswählen und hatte sofort die gleichen Einstellungen, wie in meinem ersten Teil.
Vorschau
Besonders gut ist die ausführliche Vorschaufunktion von Atticus. In dieser Vorschau kann man stets genau sehen, wie das Buch als Printbuch oder als E-Book auf verschiedenen Geräten aussehen würde. Dadurch hat man eine exzellente Kontrolle über die Formatierung seiner Bücher.

Masterpages
Sehr praktisch sind auch Masterpages. Ich kann mir zum Beispiel eine eigene Seite für mein Impressum erstellen und diese als Masterpage abspeichern. Beim nächsten Buch muss ich dann das Impressum nicht noch einmal schreiben und formatieren, sondern wähle einfach meine zuvor gespeicherte Masterpage aus.
Das erleichtert die Arbeit erheblich. Gerade wenn man mehrere Bücher veröffentlicht, möchte man sich nicht bei jedem Projekt erneut intensiv mit der technischen Umsetzung beschäftigen.
Atticus für Printbücher
Bei gedruckten Büchern kommt es darauf an, dass das Layout nicht nur am Bildschirm gut aussieht, sondern auch auf den gedruckten Seiten funktioniert.
Schriftgröße, Zeilenabstände, Seitenränder und Kapitelgestaltung müssen zusammenpassen. Außerdem soll der Text angenehm zu lesen sein.
Atticus ermöglicht es mir, das Layout entsprechend einzurichten und anschließend eine professionell formatierte PDF-Datei für die Druckausgabe zu erstellen.
Mit dem Export bin ich sehr zufrieden, da ich diese direkt bei Amazon KDP hochladen kann
Atticus für E-Books
Auch für E-Books nutze ich Atticus.
Hier erstelle ich im gleichen Schritt eine EPUB-Datei, die sich für die Veröffentlichung auf gängigen E-Book-Plattformen eignet.
Ein E-Book unterscheidet sich in einigen Punkten von einem gedruckten Buch. Leser können auf vielen Geräten beispielsweise die Schriftgröße verändern. Deshalb muss das Layout so funktionieren, dass sich der Text an unterschiedliche Bildschirmgrößen anpassen kann.
Atticus ermöglicht es mir, aus meinem Manuskript eine entsprechende Datei zu erzeugen.
Auch mit diesem Export bin ich außerordentlich zufrieden, da ich hier ein professionell formatiertes E-Book-Format erhalte, das alle Elemente, wie Inhaltsverzeichnis usw. bereits beinhaltet.
Auch diese Datei lade ich dann einfach bei Amazon KDP hoch, und kontrolliere in der dortigen Vorschau das Ergebnis. Probleme hatte ich damit noch nie.
Schreiben mit Atticus
Mit Atticus kann man nicht nur vorhandene Manuskripte formatieren und die entsprechenden Dateien exportieren, sondern man kann auch das gesamte Buch im Atticus-Editor schreiben.

Dazu bietet Atticus einen übersichtlichen Editor, in dem du die folgenden Dinge machen kannst:
- Kapitel schreiben
- Text formatieren
- Kapitel organisieren
- Vorspann und Nachspann organisieren
- Schreibziele definieren
- Mitarbeiter einladen und organisieren
Um grundlegende Dinge wie, unter anderem das Inhaltsverzeichnis, kümmert sich Atticus selbstständig. Dennoch kannst du auch hier die Grundeinstellungen ändern. Du kannst zum Beispiel einstellen, dass bestimmte Kapitel nicht im Inhaltsverzeichnis auftauchen sollen, oder auch das Inhaltsverzeichnis komplett abschalten, wenn du das nicht benötigst.

Kapitel kannst du in einzelnen Sektionen gruppieren, flexibel herauf- und herabschieben oder mit anderen Kapiteln verbinden.
Spezielle Schreibwerkzeuge, wie zum Beispiel Charakterkarten oder Notizen, gibt es jedoch nicht.
Ist Atticus benutzerfreundlich?
Vom Grundprinzip her ist Atticus ziemlich selbsterklärend in der Anwendung und man kann direkt starten, ohne die Dokumentation gelesen zu haben.
Allerdings ist mit Atticus deutlich mehr möglich, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Und es kann vorkommen, dass man etwas Bestimmtes umsetzen möchte, aber nicht direkt weiß, wie das geht. In solchen Fällen ist man meistens schnell am Ziel, wenn man einen Blick in die gut erklärende Dokumentation wirft.
Um Atticus richtig kennenzulernen, empfehle ich, direkt als Erstes ein Testprojekt anzulegen, in dem man alle Funktionen gefahrlos ausprobieren kann.
Aber um auf die Frage zurückzukommen: Ja, nach einer kurzen Eingewöhnungszeit finde ich die Bedienung von Atticus ziemlich einfach und benutzerfreundlich.
Wie zuverlässig funktioniert der Import von Word-Dateien?
Da ich meine Texte zunächst in Google Docs schreibe und anschließend nach Atticus importiere, ist dieser Schritt für meinen Arbeitsablauf besonders wichtig.
Grundsätzlich bin ich mit dem Import zufrieden. Wenn man vor dem Import des *.docx‑Dokuments einige Punkte bei der Formatierung beachtet, klappt der Import ohne Probleme und Überschriften und Kapitelaufteilung werden korrekt übernommen.
Dennoch empfehle ich, nach dem Import die Struktur des Manuskripts noch einmal durchzugehen, um zu kontrollieren, ob sie wie gewünscht dargestellt wird.
So lassen sich eventuelle Unstimmigkeiten frühzeitig erkennen und beheben.
Wie reibungslos funktioniert der Export?
Der Export ist einer der Punkte, mit denen ich bei Atticus besonders zufrieden bin.
Wenn ich mit der Formatierung fertig bin, kann ich die benötigten Dateien für Print und E-Book einfach per Mausklick erstellen. Der Vorgang ist vollkommen unkompliziert, und die Ergebnisse entsprechen meinen Erwartungen in jeder Hinsicht.
Ich muss mich nicht mit einem komplizierten technischen Prozess beschäftigen, um die Dateien für die Veröffentlichung vorzubereiten.
Das ist für jeden Self-Publisher interessant, der seine Bücher selbst erstellen und veröffentlichen möchte.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen den Exportformaten:
- EPUB: für E-Books und die Veröffentlichung auf entsprechenden Plattformen
- PDF: für die Druckausgabe von Taschenbüchern und anderen Printformaten
- DOCX: für die Weiterbearbeitung des Manuskripts in Word
Für meine eigentliche Buchveröffentlichung bei Amazon KDP sind vor allem EPUB und PDF relevant.
Mit dem Export dieser beiden Formate bin ich sehr zufrieden. Für mich ist das einer der größten Vorteile der Software.
Atticus arbeitet im Browser
Wichtig zu wissen ist, dass Atticus keine Software ist, die lokal auf dem Computer installiert wird. Um mit Atticus zu arbeiten, muss man sich per Browser anmelden. Das hat den Vorteil, dass alle Änderungen, die man macht, automatisch mit der Cloud synchronisiert werden. Der Nachteil ist allerdings, dass man dafür eine Internetverbindung benötigt.
Weiterhin kann man Atticus über den Browser auch als Progressive Web App (PWA) installieren. Dann kann man mit Atticus auch ohne aktive Internetverbindung arbeiten.
Dadurch, dass Atticus im Browser arbeitet, funktioniert das Tool auf allen Plattformen wie Windows, Mac, Linux und Chromebook. Dadurch ist Atticus natürlich wesentlich flexibler als etwa das Tool Vellum, das nur auf einem Mac genutzt werden kann.

Was mir an Atticus besonders gut gefällt
Nach der Arbeit mit acht Büchern kann ich einige Vorteile nennen, die für mich besonders wichtig sind.
1. Die einfache Erstellung professioneller Buchlayouts
Der wichtigste Vorteil ist für mich, dass ich ohne großen Aufwand zu einem professionellen Layout komme.
Ich muss nicht jede Seite manuell gestalten, sondern kann mit Vorlagen und den verfügbaren Einstellungen arbeiten.
Das spart viel Arbeit und erleichtert die Veröffentlichung eigener Bücher enorm.
2. Print und E-Book Export per Mausklick
Der wichtigste Punkt für mich ist, dass ich mein Manuskript in Atticus formatieren und daraus per Mausklick sowohl eine Druckdatei als auch eine E-Book-Datei erstellen kann.
Dadurch muss ich nicht für jedes Format einen vollständig eigenen Arbeitsablauf entwickeln.
Gerade für Self-Publisher, die ihre Bücher in mehreren Formaten anbieten möchten, ist das ein wichtiger Vorteil.
3. Ich kann mit meiner gewohnten Schreibumgebung arbeiten
Ich muss nicht direkt in Atticus schreiben, sondern kann meine Manuskripte weiterhin in Google Docs erstellen.
Anschließend importiere ich den Text in Atticus und kümmere mich dort um die Formatierung.
Das passt gut zu meiner Arbeitsweise. Ich kann meine bisherigen Gewohnheiten beibehalten und trotzdem von den Formatierungsfunktionen profitieren.
4. Ich kann die Software für unterschiedliche Buchprojekte nutzen
Ich habe mit Atticus bereits Romane, Sachbücher und Kurzgeschichtensammlungen erstellt.
Das macht die Software für mich vielseitig einsetzbar. Ich muss nicht für jeden dieser Buchtypen grundsätzlich ein anderes Formatierungsprogramm verwenden.
Allerdings hängt die Eignung bei komplexeren Sachbüchern davon ab, welche Gestaltungsmöglichkeiten benötigt werden.
Was man an Atticus noch verbessern könnte
Auch wenn ich mit Atticus zufrieden bin, gibt es aus meiner Sicht einen Punkt, den man noch verbessern könnte, um den Benutzern noch mehr Freiheiten zu geben.
1. Eingeschränkte Formatierungsmöglichkeiten für Ratgeber und Sachbücher
Mein einziger Kritikpunkt betrifft die Formatierungsmöglichkeiten für Ratgeber und Sachbücher.
Bei einem Roman oder einer Kurzgeschichtensammlung steht in der Regel der Fließtext im Vordergrund. Bei einem anspruchsvollen Ratgeber möchte ich Informationen manchmal auf besondere Weise präsentieren, damit Leser sie schneller erfassen und Zusammenhänge besser verstehen können.
Hier würde ich mir ganz einfach mehr Formatierungsmöglichkeiten wünschen.
Support und Weiterentwicklung
Wie sieht es mit Support und Weiterentwicklung aus? Denn auch diese Punkte sind natürlich wichtig, wenn man sich die Frage stellt, ob man sich ein solches Tool kaufen soll, oder nicht.
Support
Bisher hatte ich bereits zweimal Kontakt mit dem Atticus-Support. Und jedes Mal wurde mir schnell und fachlich gut weitergeholfen. Zu beachten ist dabei, dass es sich natürlich um einen englischsprachigen Support handelt, aber das sollte heutzutage ja kein Problem mehr sein.
Weiterentwicklung
Die Weiterentwicklung von Atticus schreitet voran und es werden immer wieder neue Versionen mit neuen Funktionen veröffentlicht.

Gerade kürzlich wurde zum Beispiel die Möglichkeit hinzugefügt, ein Bild über zwei Seiten zu erstrecken. Damit bieten sich ganz neue Formatierungsmöglichkeiten, wie die Abbildung einer Landkarte, Landschaftsbilder oder großer Illustrationen über zwei Seiten.
Atticus im Vergleich mit anderen Programmen
Atticus ist nicht die einzige Software, mit der Autoren ihre Bücher schreiben oder formatieren können. Je nach Arbeitsweise und Anforderungen können auch andere Programme interessant sein.
Ich habe vor Atticus kein spezielles Formatierungsprogramm verwendet. Deshalb kann ich an dieser Stelle keine persönlichen Vergleichserfahrungen mit anderen Programmen schildern. Ich kann aber erklären, welche Unterschiede bei der Auswahl relevant sind.
Atticus oder Vellum?
Vellum ist eine bekannte Alternative für die Gestaltung von E-Books und gedruckten Büchern. Beide Programme richten sich an Autoren, die ihre Bücher selbst formatieren möchten.
Ein wesentlicher Unterschied ist die Plattformunterstützung: Vellum ist für macOS ausgelegt, während Atticus auch unter Windows und weiteren Systemen genutzt werden kann.
Wenn du einen Mac verwendest und besonderen Wert auf die Gestaltung deiner Bücher legst, kann sich ein Vergleich lohnen.
Wenn du dagegen Windows nutzt oder plattformübergreifend arbeiten möchtest, ist Atticus eine naheliegende Option.
Atticus oder Scrivener?
Scrivener setzt einen anderen Schwerpunkt. Die Software ist primär auf das Schreiben, Organisieren und Überarbeiten umfangreicher Texte ausgerichtet.
Das kann besonders für Autoren interessant sein, die komplexe Romanprojekte planen, viele Notizen verwalten oder ihre Manuskripte in einzelne Szenen und Abschnitte aufteilen möchten.
Atticus bietet zwar ebenfalls Schreib- und Formatierungsfunktionen, seine besondere Stärke liegt für mich aber in der Erstellung der fertigen Buchdateien.
Wer hauptsächlich ein umfangreiches Werkzeug zum Schreiben und Organisieren sucht, sollte deshalb auch Scrivener in Betracht ziehen.
Atticus oder eine kostenlose Alternative?
Es gibt auch kostenlose Werkzeuge, mit denen sich Bücher schreiben und formatieren lassen. Ein Beispiel ist Reedsy Studio. In der kostenlosen Version sind die Möglichkeiten jedoch eingeschränkt.
Ob eine kostenlose Alternative ausreicht, hängt davon ab, welche Funktionen du benötigst und wie zufrieden du mit den Gestaltungsmöglichkeiten bist.
Ein kostenloses Programm kann die bessere Wahl sein, wenn du nur ein Buch veröffentlichst und zunächst keine Software kaufen möchtest.
Atticus kann dagegen interessant sein, wenn du regelmäßig Bücher erstellst und eine Kombination aus Schreibumgebung und Formatierungswerkzeug bevorzugst.
Mein Rat: Vergleiche nicht nur den Preis, sondern auch den Arbeitsaufwand, die verfügbaren Gestaltungsmöglichkeiten und die Qualität der fertigen Dateien.
Für wen lohnt sich Atticus?
Aus meiner Sicht eignet sich Atticus besonders für Autoren, die ihre Bücher selbst veröffentlichen und dabei möglichst unkompliziert zu professionell gestalteten Dateien kommen möchten.
Atticus eignet sich besonders für:
- Self-Publisher, die ihre Bücher selbst formatieren möchten
Wenn du deine Bücher eigenständig veröffentlichst, kannst du mit Atticus einen wichtigen Teil der Buchproduktion selbst übernehmen.
- Autoren, die sowohl Printbücher als auch E-Books anbieten möchten
Die Möglichkeit, aus einem Manuskript die benötigten Dateien für beide Formate zu erstellen, finde ich besonders praktisch.
- Autoren, die regelmäßig mehrere Bücher veröffentlichen
Wer mehrere Bücher erstellt, kann die Software für unterschiedliche Projekte nutzen. Dadurch kann sich die einmalige Investition eher lohnen als bei einem einzelnen Buch.
Wenn du regelmäßig Bücher veröffentlichst, kann eine einmalige Investition interessant sein. Du kannst die Software für verschiedene Projekte verwenden, ohne für jedes Buch erneut eine Formatierungsdienstleistung beauftragen zu müssen.
Wenn du dagegen nur ein einziges Buch veröffentlichen möchtest, solltest du überlegen, ob sich die Anschaffung gegenüber einer kostenlosen Alternative oder einer einmaligen externen Formatierung rechnet.
- Autoren von Romanen und Kurzgeschichtensammlungen
Für textorientierte Bücher halte ich Atticus für eine ideale Lösung. Meine eigenen Erfahrungen mit zwei Romanen und zwei Kurzgeschichtensammlungen sind positiv.
- Autoren von Sachbüchern mit überschaubaren Layoutanforderungen
Auch für Sachbücher kann Atticus eine gute Wahl sein. Wenn du allerdings viele Tabellen, Infoboxen oder besondere Seitenelemente benötigst, solltest du vorher prüfen, ob die vorhandenen Funktionen ausreichen. Meine vier Sachbücher konnte ich bequem in Atticus schreiben und formatieren.
Für wen ist Atticus weniger geeignet?
Atticus ist nicht automatisch die beste Lösung für jeden Autor.
Wenn du primär umfangreiche Funktionen zur Romanplanung benötigst, passt ein spezialisiertes Schreibprogramm vermutlich besser zu deinen Anforderungen. Denn das bietet Atticus aktuell nicht.
Wenn du komplexe Sachbücher mit aufwendigen Tabellen, zahlreichen Grafiken und individuellen Seitenlayouts erstellen möchtest, solltest du ebenfalls prüfen, ob die Gestaltungsmöglichkeiten ausreichen.
Und wenn du nur ein einziges Buch veröffentlichen möchtest, kann eine kostenlose Alternative oder eine externe Formatierung wirtschaftlich sinnvoller sein.
Atticus
Von Autoren für Autoren. Entdecke die innovative All-in-One-Software zum Schreiben und Formatieren von professionellen Büchern.
Mein Fazit: Würde ich Atticus wieder kaufen?
Ja, ich würde Atticus auf jeden Fall wieder kaufen und empfehle die Software auch anderen Autoren. Ich arbeite sehr gerne mit Atticus.
Insbesondere als Windows-User würde mir auf Anhieb keine vergleichbare Software einfallen, die alle Atticus-Funktionen abdecken würde.
Mit Atticus gelingt mir die Buchproduktion für Amazon KDP schnell und professionell. Für mich ist Atticus eine praktische Lösung, die ich auch in Zukunft weiterverwenden werde.
Meine Empfehlung lautet deshalb: Wenn du als Self-Publisher Romane, Kurzgeschichten oder Sachbücher veröffentlichst und deine Bücher selbst formatieren möchtest, solltest du dir Atticus definitiv ansehen.
Besonders interessant finde ich die Software für Autoren, die mehrere Bücher herausbringen und sowohl Print- als auch E-Book-Ausgaben erstellen möchten. Dann lohnt sich der einmalige Anschaffungspreis so richtig.
FAQ: Häufig gestellte Fragen
Nachfolgend findest du noch Antworten auf einige häufig gestellte Fragen zu Atticus:
Läuft Atticus unter Windows?
Ja. Atticus funktioniert im Browser und als Browser-App auf Windows, Mac, Linux und Chromebook.
Läuft Atticus auf einem Mac?
Ja. Atticus funktioniert im Browser und als Browser-App auf Windows, Mac, Linux und Chromebook.
Muss ich etwas installieren?
Nein, du kannst direkt im Browser arbeiten. Optional gibt es eine Browser-App, die du über die Adressleiste deines Browsers installierst.
Handelt es sich um einen einmaligen Preis, oder ein Abo?
Atticus ist ein einmaliger Kauf und umfasst alle zukünftigen Updates ohne zusätzliche Kosten!
Gibt es ein Limit, wie viele Bücher man damit formatieren kann?
Nein, du kannst so viele Bücher unter so vielen Pseudonymen schreiben und formatieren, wie du willst.
Kann man mit Atticus E-Books und Print-Bücher erstellen?
Ja, mit Atticus kannst du sowohl ePub- als auch PDF-Dateien erstellen.
Muss ich Vorkentnisse im Bereich der Buchformatierung mitbringen?
Nein, das musst du nicht.
Kann man mit Atticus Bücher für Amazon KDP formatieren?
Ja, dazu ist Atticus ideal geeignet.

